Gnadenmittel – Bibellese

Selbst in der Bibel heißt es immer wieder, dass wir in Gottes Wort bleiben sollen. Mit anderen Worten: Wir sollen die Bibel lesen.

Früher, gab es keine Bibel, da mussten die Leute die Bibel auswendig lernen oder sich auf die Menschen verlassen, die sie auswendig kannten. Und selbst mit der Erfindung des Buchdrucks wurde es nicht einfacher, denn die Bibel wurde immer noch in Latein oder Griechisch gedruckt und das normale Volk hat diese Sprache nicht gelernt. Martin Luther änderte das und setzte sich dran, die Bibel in die deutsche Sprache zu übersetzen. Auch in England und in anderen Ländern gab es Menschen, die sich an diese Aufgabe setzten – und deshalb stark verfolgt wurden, denn die Obrigkeiten der damaligen (röm.-kath.) Kirche sahen darin einen möglichen Machtverlust. Es kann ja nicht angehen, dass das gemeine Volk selbst die Bibel lesen kann. Man könnte einige Aussagen der Prediger (die ihnen ein gutes Leben bescherte) auf einmal wiederlegen.

Tja, und als Frauen hatte man selbst danach noch lange Zeit ein Problem, da Bildung für Frauen als nicht notwendig erachtet wurde. Zum Glück haben sich diese Zeiten – zumindest in den westlichen Gefilden dieser Welt – geändert:

  • Mädchen dürfen zur Schule gehen und Lesen lernen.
  • Mädchen/Frauen dürfen eine eigene Meinung haben und inzwischen sogar wählen.
  • Die Bibel ist leicht verfügbar und das auch in den unterschiedlichsten Übersetzungen, so dass für jeden etwas dabei ist: Dem Traditionisten (Luther Bibel 1984 oder Schlachter 2000), den Jugendlichen (Hoffnung für alle), den Kindern (es gibt unterschiedliche Kinderbibeln für Kinder aller Altersstufen) und es gibt auch Bibeln in einfachem Deutsch, so dass es auch neuen Gläubigen möglich ist, die Bibel zu verstehen (Neues Leben Bibel, Gute Nachricht, Neue Übersetzung).

Ja, es gibt zum Beispiel die Neue Übersetzung Bibel für EUR 2,99. Man kann also nicht sagen, dass man wirklich tief in die Tasche greifen muss, um sich eine Bibel leisten zu können. Und obwohl sie einfach geschrieben und so günstig ist, hat auch die Neue Übersetzung Bibel Querverweise zu anderen Bibelstellen und Erklärungen.

John Wesley bezeichnete die Bibel als ein Gnadenmittel, denn wir können immer wieder auf sie zurück greifen und darin lesen. Und das sollten wir nicht nur einmal im Jahr tun, um die Weihnachtsgeschichte (Lukas 2) zu lesen, sondern wir sollen sie täglich lesen. Und ich kann Ihnen versichern, selbst im Alten Testament, das mir früher immer so fremd und nicht in mein Leben hinein sprechend vorkam, fand ich mich so oft wieder (positiv wie negativ), erkannte ich so oft, wie Gott immer und immer wieder Gnade walten ließ und Hilfe gab. Wir müssen uns einfach nur hinsetzen und sie lesen.

Und wenn dazu keine Zeit ist, dann sollte man sie sich anhören. Es gibt zum Beispiel die kostenlose App „YouVersion„, bei der es täglich einen „Vers des Tages“ (nicht analog zu den Losungen!), diverse Bibelstudien-Pläne für 3 – 31 Tage (motivierend, erfrischend, erhellend) und eben auch die Bibel gibt. Und wenn man direkt zur Bibel geht, kann man sie sich auch vorlesen lassen. Ideal für die Bahn- oder Busfahrt, für die Zeit kurz vor dem Schlafengehen…

Das Lesen der Bibel vertieft nicht nur unsere Beziehung mit Gott indem wir Ihn besser kennenlernen, sie vertieft auch die Beziehung zu uns selbst. Ich habe manches über mich kennengelernt, was mir meine Freunde (leider) nie sagen würden oder was ich selbst nie über mich gesagt hätte, es aber gut tut, es zu lesen, weil es mir zeigt, dass ich gar nicht so schlecht bin.

Und wissen Sie was? Wenn Sie mal das Gefühl haben, dass Sie ein paar Tage lang faul waren, sich haben ablenken lassen oder aufgrund von Krisen einfach keine Zeit da war, so kann ich ihnen versichern: Selbst die ach-so-berühmten-Gottesmänner hatten ihre Zeiten, in denen sie nicht so perfekt waren. Und wenn wir die Geschichten über diese Herren lesen, werden wir erkennen, dass wir im Vergleich zu deren Fehlern, vermutlich gar nicht so übel sind. Und wenn diese Männer trotz Ihrer Verfehlungen dennoch im Glauben bleiben konnten und dennoch eine Beziehung zu Gott hatten und Gott mit Ihnen war, dann können wir auch sicher sein, dass Gott auch mit uns eine Beziehung haben will und mit uns ist – egal, wo wir uns gerade auf unserem Lebenspfad befinden. Wir können nicht so weit unten sein, dass Gott uns nicht finden kann und nicht von uns gefunden werden will.

TIPP: Um die Bibel besser zu verstehen, um sie zu studieren, empfehle ich, ein Bibel Journal zu führen. Es gibt die unterschiedlichsten Arten, wie man ein Bibel Journal führen kann. Anbei zwei Links, in denen Sie sich mehr damit beschäftigen können. Ich selbst kam über die YouTuberinnen Ashley und Taylor Krause (#CoffeeandBibleTime) zum Führen des Bibel Journals und ich muss sagen, ich habe seither viel gelernt. Selbst über das Bibelstudium selbst und die unterschiedlichen Arten, wie man das machen kann. Schauen Sie sich um, recherchieren Sie und finden Sie kombinieren Sie die für Sie richtigen Techniken, um die Bibel zu lesen, zu verstehen und zu studieren.

Bible Journal Guide: Tips, Prompts, Ideas and Examples by Josh Applegate (Englisch)
Simplest Way to Study your Bibel by Coffee and Bible Time (Englisch)
Bibelstudium.de (Deutsch) (Tipps und Informationen)

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