Gnadenmittel – Gebet

Heute war ein herrlicher Novembertag: Neblig! Zumindest in der Nacht und am Morgen.

Und mir fiel ein schöner Vergleich ein: Gebet ist wie ein sanfter Nebel, der sich auf die Erde legt und alles einhüllt. Nebel bringt Milde, wo bei klarem Wetter Frost herrscht. So ist es auch mit Gebet. Denn das Gebet macht uns Gottes Gegenwart bewusst, Seine Gegenwart umhüllt uns und schirmt die Kälte der säkularen Welt von uns ab.

In Lukas 5,16 wird es sogar als „Gemeinschaft mit Gott in der Einsamkeit“ bezeichnet:

„Er aber zog sich zurück in die Wüste und betete.“

Jesus, der Sohn Gottes, der ganz Mensch und ganz Gott war/ist, zog sich regelmäßig zurück in die Einsamkeit, um Gemeinschaft mit dem Vater zu haben. Oft früh morgens – wie es Seine Gewohnheit war – liest man oft im Evangelium. Aber eben auch nach einem anstrengenden Tag voller Predigen und Heilen. Wenn es für Jesus unerlässlich war, sich regelmäßig/täglich intensiv durch Gebet in Gottes Gegenwart zu begeben und Gemeinschaft mit dem Vater zu haben, wie viel mehr müssen wir, die wir „nur“ Mensch sind, diese Gemeinschaft suchen, um in dieser säkularen Welt voller Egozentrik zu überleben?

Viele Menschen stellen sich Gebet bzw. Gebetszeit langweilig vor. Und wissen Sie was: Mir ging es früher nicht anders. Als ich noch Atheistin war, war es ohnehin undenkbar für mich. Aber selbst als ich zum Glauben kam, konnte ich mir nicht vorstellen, eine Gebetszeit zu halten. Aber wissen Sie was: Es gibt kaum etwas, was einen mehr entspannen und aufbauen kann, als eine Gebetszeit.

Und machen Sie sich keinen Kopf, welche Gebetsstellung Sie einnehmen sollen. Gott ist es egal, ob Sie sitzend, kniend, stehend (mit oder ohne ausgebreiteten Armen) oder liegend beten. Ob Sie die Gebete laut aussprechen oder still im Herzen beten. Ob Sie staunend und bewundernd durch die Natur spazieren oder ob Sie Ihre Gebete lieber aufschreiben. Eines ist sicher, Gott hört sie. Denn Gott weiß, was in Ihrem Herzen ist und was Sie berührt.

Anfangs kommt es einem lange vor. Man glaubt, nach 5 Minuten schon alle Gebete gesprochen zu haben. Aber das ändert sich. Denn mit der Zeit ist das Gebet/die Gebetszeit kein Punkt mehr, den man „abarbeitet“. Doch das ändert sich mit der Zeit. Man arbeitet die Gebete nicht mehr ab. Man genießt sie!

Doch Gebet ist nicht nur, dass man Gott zu textet. Nein, Gebet hat unterschiedliche Aspekte:

  • Bitte
  • Fürbitte (sehr wichtig, auch an andere zu denken)
  • Zuhören (Gott will auch mit uns reden und nicht nur zuhören müssen)

Bedenken Sie, dass Gebete nicht nur persönlich sind, sie können auch transformieren. Insbesondere, wenn Sie Gott die Möglichkeit geben, auch zu Ihnen zu sprechen. Dann haben Sie die Möglichkeit, Seinen Plan für Ihr Leben zu leben. Und glauben Sie, das bedeutet, dass Ihr Leben viel aufregender wird, als Sie es sich hätten vorstellen können.

Ich empfehle Ihnen, ein Gebets-Journal zu führen. Schreiben Sie auf, wofür Sie gebetet haben. Und halten Sie fest, wenn ein Gebet erhört wurde. Wenn man darauf achtet, wird es wirklich interessant, wie viele Gebete erhört werden. Wenn es auch nicht immer so verläuft, wie man es sich gedacht hat. Denn vor einem sollten Sie sich hüten: Schränken Sie Gott nicht ein. Geben Sie Ihm kein Limit, keine Frist und versuchen Sie nicht, die Antwort auf Ihr Gebet vorzuschreiben. Lassen Sie sich überraschen. Gott hat mehr Phantasie und Weitsicht als Sie und ich es je haben können.

Das setzt aber voraus, dass Sie Gehorsam üben müssen. Vermutlich der schwierigste Teil im Leben. Bei Weitem jedoch der besser Teil.

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