Hilfe in schlechten Zeiten – Gott

Eines ist sicher, wenn man einen Blog schreibt, in dem es um Gott, den (christlichen) Glauben, das Leben, Minimalismus, Lebensstil(e) etc. geht, fällt es manchmal wirklich schwer, sich in einem Beitrag auf nur ein oder zwei Themen konzentrieren. Bei mir besteht zumindest die Gefahr, dass ich sonst viel zu sehr ausschweifen würde und man wüsste am Ende gar nicht mehr, was denn nun die eigentliche Aussage des Blogbeitrags ist/sein soll. Aus diesem Grund bemühe ich mich, nicht allumfassend auszuholen, sondern mich auf die derzeit wichtigsten Themen zu konzentrieren.

Mich beschäftigen in den letzten Wochen einige Themen sehr intensiv und es fasziniert mich immer wieder, wie diese beim Bibelstudium, durch (Hör)Bücher oder bei Predigten angesprochen werden, ohne dass es hier koordinierte Pläne oder irgendwelche Absprachen gibt.

Gottes Wege sind unergründlich („aber sie führen immer zum Ziel
 – wie Heinz Rühmann alias Pater Brown seinem Bischof konterte).

Einerseits möchte ich es mir gemütlich machen. Es ist Herbst* und somit genieße ich den kleinen Luxus wie heißen Tee, Kerzenlicht, einfaches aber warmes Essen, alte Krimi-Hörspiele oder die Ruhe in der Wohnung. Ich lese Bücher, wie man diese Gemütlichkeit vielleicht auch auf andere Weisen genießen könnte. So lernte ich ja auch den dänischen Lebensstil Hygge kennen. Neben all dem vergesse ich aber nicht das Lesen in der Bibel bzw. das Studieren der Bibel. Immerhin will ich eine feste Beziehung mit Gott haben und dazu muss ich ihn so gut wie möglich kennen(lernen). Das kann ich nur, wenn ich sein Wort studiere und Zeit mit ihm verbringen.

*Ich bin ein Herbst/Winter-Mensch und somit bei dem grauen, regnerischen Wetter und den kurzen Tagen vollkommen in meinem Element!

Andererseits geht es mir seit dem Sommer nicht so gut. Es ist nichts gravierendes, um das man sich Sorgen machen müsste, doch mir reißt es immer wieder ohne Vorwarnung den Boden unter den Füßen weg. Und ich muss dann jeden Tag wieder von vorne aus dem tiefen Loch herauskraxeln. Ich verstehe gar nicht, wie ich das in den 20ern ohne Glauben geschafft hatte. Heute wäre ich – ohne meinen Glauben und Gott – gar nicht mehr da, um diesen Beitrag zu schreiben. Und daher sind für mich auch die Themen wichtig, wie man im Glauben bleiben kann, wenn die Zeiten nicht entspannt und gemütlich sind.

Es gibt verschiedene Ursachen, warum die Zeiten nicht so gut sind und die uns immer wieder (ver)zweifeln lassen. Es sind Anfechtungen des Teufels, der uns von Gott wegtreiben will. Es sind Ruhe-Zeiten Gottes, in denen Gott zwar bei uns ist und im Verborgenen wirkt, aber wir können von uns aus nicht seine Nähe spüren und verlieren dadurch unseren inneren Frieden. Es sind Umstände, die durch die Entscheidungen von Menschen in unserem Umfeld getroffen werden, die wir nicht beeinflussen können, die uns aber das Leben schwer machen. Die Ursachen schlechter Zeiten sind so individuell und verschieden wie wir alle.

Was in schlechten Zeiten ganz, ganz wichtig ist, ist, im Glauben zu bleiben und bei Gott zu bleiben. Ich weiß genau, dass es sehr leicht gesagt ist, aber eine enorme Willenskraft braucht, dies wirklich zu tun. Man hat das Gefühl, als ob eine riesige Mauer zwischen einem selbst und der Bibel ist. Gott ist nicht mehr fühlbar. Doch um Gefühle geht es bei der Beziehung mit Gott nicht. Es geht um Glauben. Gefühle sind flatterhaft – Glaube ist standhaft. So muss ich mich also in schlechten Zeiten zwingen, den Glauben wichtiger zu nehmen als meine negativen Gefühle.

Es ist jedes Mal wieder bemerkenswert zu erkennen, dass die Gefühle sich verbessern, wenn ich mich – entgegen der ursprünglichen Gefühle – gezwungen habe, in der Bibel zu lesen / zu beten / Gemeinschaft mit anderen Christen zu haben. Würde ich den Gefühlen folgen, würde ich mich daheim einigeln. Decke über den Kopf und im Bett bleiben. Aber damit würde ich meiner Beziehung mit Gott schaden. Also muss mein Verstand/Wille meine Gefühle überrumpeln und ich muss auf Jesus vertrauen, der sagt:

„Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren.“
Johannes 15,7 (Luther 1984)

Seien wir ehrlich, was wollen wir denn, wenn es uns schlecht geht, wenn es schlechte Zeiten sind? Wir wollen, dass es wieder besser wird. Dass wir die schlechten Zeiten möglichst bald hinter uns lassen können und die guten Zeiten wieder kommen.

Genau das passiert, wenn wir auch dann in Gottes Wort bleiben (die Bibel lesen/studieren) und beten, auch wenn wir uns nicht danach fühlen und uns am liebsten nur irgendwie ablenken/berieseln lassen würden. Wenn wir dem Glauben mehr Beachtung schenken als den Gefühlen, kommen wir auf alle Fälle wieder in gute Zeiten. Vielleicht nicht sofort, vielleicht nicht in den nächsten Wochen, doch es wird eher geschehen, als wenn wir unseren Gefühlen freien Lauf ließen.

Zeit mit Gott zu verbringen, kann eine kunterbunte Erfahrung sein!

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