GOTTvertrauen

In der Bibel begegnen uns immer wieder Personen, die einen festen Glauben an Gott haben und Ihm voll und ganz vertrauen. Und dann gibt es wieder Momente, in denen die gleichen Personen Zeichen von Gott wollen, ob er es wirklich so will, ob er wirklich meint, was er zu ihnen sagt.

Nehmen wir mal Abram (später Abraham) aus Genesis (1. Mose) 15: In diesem Kapitel geht es um den Bundesschluss zwischen Gott und Abram. Bei diesem Bundesschluss geht es darum, dass Gott Abram zusagt, dass von ihm (Abram) ein ganzes Volk (Israel) abstammen wird.

Nur zur Auffrischung: In Kapitel 12 beruft Gott Abram und sagt, dass dieser Haus und Hof (somit Familie, Verwandte und Freunde) verlassen soll, denn Gott würde ihn in ein Land führen, das Er (Gott) Abram erst noch zeigen würde. Und Abram zieht sofort los. Sein Neffe Lot schließt sich zwar sofort an, aber Abram zieht sofort los und vertraut Gott.

In Kapitel 12 heißt es kurz nach dieser Ankündigung Gottes, dass von Abram ein großes Volk abstammen werde. „Alle Völker der Erde werden durch dich gesegnet werden“ (Gen. 12,3b, NLB). Damals hatte Abram nicht widersprochen.

Kehren wir zurück zu Kapital 15: Gott wiederholt Abram gegenüber, dass er (Abram) der Stammvater eines großen Volkes werden würde. Und was macht Abram? Abram widerspricht! Er weist Gott darauf hin, dass er ja keine Kinder hat und sein Verwalter alles erben wird. Und Gott wiederholt, dass der Verwalter nicht Abrams Erbe werden wird. Gott führt Abram hinaus und lässt ihn zum Sternenhimmel schauen, mit dem Hinweis, dass Abrams Nachkommen ebenso zahlreich sein werden, wie es die Sterne am Himmel sind. Und wieder widerspricht Abram und bezweifelt, was Gott ihm da verspricht.

In Kapitel 15 geht es noch etwas weiter, doch ich will an dieser Stelle aufhören. Denn ich möchte hervorheben, dass hier (wieder einmal) eine Person in der Bibel Gott blind vertraut und Haus und Hof verlässt, um in ein ihm noch nicht bekanntes Land geführt zu werden. Aber bei dem wiederholten Versprechen, dass er trotz des hohen Alters noch Nachkommen haben werde, widerspricht Abram Gott mehrfach.

Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe schon tolle Erfahrungen mit Gott gemacht, doch Geschenke kann ich nicht gut annehmen (zumindest noch nicht, wenn sie von Gott kommen).

  • Inwieweit vertrauen Sie (und ich) Gott?
  • Würden Sie Gott blind vertrauen und Ihre Komfortzone verlassen, um Gott in ein Land / an einen Ort, das er Ihnen erst noch zeigen wird, folgen?
  • Können Sie Versprechen von Gott, die ein Geschenk von Gott für Sie bedeuten, vorbehaltlos annehmen? – Oder neigen Sie auch dazu, diese eher anzuzweifeln?

Beim Lesen von Kapital 15 wurde mir klar, dass ich Abram ähnlich bin. Ich würde Gott in eine ungewisse Zukunft folgen. Aber Versprechen annehmen, da finde ich jede Menge menschlich-logische Gründe, warum es nicht so kommen kann, wie Gott es verspricht.

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